Johann B. Scheiner
(geb. am 25.7.1804)
Ladengeschäft der Druckerei
Scheiner in der Kaiserstraße

Atelier im Scheinerschen Hause
Haugerkirchen-Platz


Im Mai 1825 erhielt Johann Baptist Scheiner (s. Bild oben) die Konzession zur Errichtung einer lithographischen Anstalt in Würzburg. Am 21.4.1854 stirbt der Firmengründer, seine Witwe führt mit dem noch unmündigen ältesten Sohn Carl das Geschäft fort. Ab 1866 vergrößert Carl Scheiner die bereits vorhandene Papierhandlung zur Großhandlung. Um 1869 beginnt sein Bruder Paul mit der Errichtung einer Buchdruckerei.

Franz Scheiner (s. Bild unten) wurde am 13.4.1847 als 13. Kind des Lithographen J. B. Scheiner in Heidingsfeld zu Würzburg geboren. Nach Besuch der Volksschule sowie der Lateinschule erlernte er im elterlichen Betrieb die Lithographie. 1862 - 1865 künstlerische Ausbildung in der dam. Würzburger Kunstschule unter Prof. Palzig, anschließend 1867 - 1868 Besuch der Ecole des beaux Arts in Paris. Er tritt am 1.7.1870 als Leiter des dritten Geschäftszweiges der Lithographie in das ab nun GEBRÜDER SCHEINER genannte Unternehmen ein. Dieses Unternehmen wurde alsbald wieder aufgelöst, die lithographische Anstalt wird das Stammgeschäft des Unternehmens.

1876 erfolgte der Kauf und Ausbau des Hauses an der Kaiserstraße und die damit verbundene Einrichtung eines Ladengeschäftes, sowie die Gründung eines "Militär-Formularien-Verlag", dies sind Voraussetzungen zur Erlangung des Titels eines "Kgl. Bayerischen Hoflieferanten" am 12.3.1890. Der Platzmangel im bisherigen Druckereigebäude macht den Ankauf eines nahegelegenen Grundstückes erforderlich. Dort am Haugerkirchen-Platz entsteht von 1895-1896 ein imposanter Neubau.

Franz Scheiner
(geb. am 13.4.1847)
Maschinensaal der Druckerei
Scheiner um die Jahrhundertwende
Lithographenatelier der Druckerei
Scheiner um 1900